Deutscher Gewerkschaftsbund

Berlin-Brandenburg

Pressemitteilung der DGB-Jugend Berlin-Brandenburg zum 1. Mai 2018

DGB-Jugend Berlin-Brandenburg zum 1. Mai: „Probier’s mal mit Gerechtigkeit“- Gewerk-schaftsjugenden fordern bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen

Erste Mai Demonstration DGB Jugend

©DGB Jugend BBR

Zum 1. Mai 2018 prangert die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg die prekäre Einkommenssituation von jungen Menschen in Berlin und Brandenburg an und kritisiert die Mietenentwicklung in Berlin. Dazu erklärt die Bezirksjugendsekretärin Christin Richter:

„Die rasant steigenden Mieten sind ein großes soziales Problem für junge Menschen. Auszubildende und Studierende können sich Mieten von im Schnitt 11,04€ Kaltmiete pro Quadratmeter in Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg nicht leisten. Die ungebremste Mietenentwicklung hat massive soziale Folgen wie die Verdrängung junger Menschen in die Randbezirke und soziale Isolation. Immer mehr Geld muss für die Miete ausgegeben werden, sodass wenig für soziale Teilhabe übrig bleibt. Geringverdiener_innen, Azubis, Studierende und Erwerbslose treten vermehrt in Konkurrenz zum günstigen Wohnraum.

Zudem ist die Einkommenssituation von jungen Menschen prekär. Der DGB-Jugend Ausbildungsreport 2017 ergab, dass die durchschnittliche Bruttovergütung von Auszubildenden in Berlin und Brandenburg bei nur 604 Euro liegt. Bei Studierenden ist die Situation kaum besser: nur 15 Prozent der Studierenden erhalten überhaupt noch BAföG- und 98 Prozent der BAFöG-Empfänger_innen müssen ihr Einkommen mit Nebeneinnahmen aufstocken, um alle Kosten zu decken.

Die Einkommenssituation und Mietenentwicklung sind somit Kernfragen für mehr soziale Gerechtigkeit für junge Menschen. Daher gehen wir am 1. Mai auf die Straße und rufen zur Teilnahme am Jugendblock auf der Gewerkschaftlichen Demonstration auf. Wir fordern unter anderem eine Mindestausbildungsvergütung, sowie die Abschaffung der Altersgrenzen und Elternabhängigkeit der Studienförderung. Für mehr bezahlbaren Wohnraum fordern wir den Bau von Bildungswohnheimen für Azubis und Studierende in der Stadt und auf dem Land, einen gesetzlich festgeschriebenen Wohnungsanteil in Neubauten mit niedrigen Mieten sowie die Umwandlung leerstehender Büroräume in Wohnraum.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Marcel Voges
Jugendbildungsreferent
E-Mail
Mobil: 0151 62834466

Team der DGB Jugend

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