Deutscher Gewerkschaftsbund

Berlin-Brandenburg

Gegen rassistisches Heldengedenken

"Spandau? Is did überhaupt Berlin?!" Nicht wirklich! Is aber keen Grund die Nazis loofen zu lassen! // Bild von geballter Faust und Antifa-Kronkorken

© Antifa e.V.

„Wir werden ein neonazistisches Heldengedenken an Rudolf Heß nicht hinnehmen“, erklärt das Bündnis für ein weltoffenes und toleranten Berlin zum geplanten Neonaziaufmarsch in Berlin-Spandau. Anlässlich des 30. Todestages von Heß, bis 1941 Stellvertreter Hitlers, mobilisiert die rechtsextreme Szene bundesweit. Das Berliner Bündnis, das der DGB mit ins Leben gerufen hat, verbindet ein klares Bekenntnis gegen fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische, nationalistische und menschenverachtende Ansichten in unserer Stadt. Wir rufen zur Teilnahme an den Gegenkundgebungen auf.

Hier ist der Text des Aufrufs:

Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Protest gegen den Neonaziaufmarsch am 19. August 2017 in Berlin-Spandau - Wir rufen alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander einzusetzen!

Am Samstag, 19. August 2017, findet in Berlin-Spandau eine neonazistische Demonstration anlässlich des 30. Todestages von Rudolf Heß statt. Es wird mit einer großen Mobilisierung im rechtsextremen Spektrum gerechnet.

Rudolf Heß war bis 1941 Stellvertreter Adolf Hitlers. Als überzeugter Nationalsozialist wurde er 1946 in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu lebenslanger Haft verurteilt und ins Spandauer Kriegsverbrechergefängnis in der Wilhelmstraße gebracht. Mit 93 Jahren beging er Suizid und wurde in Wunsiedel beigesetzt. An seinem Todestag verbreiten Neonazis seitdem die verschwörungsideologische Behauptung, Heß sei durch die Alliierten ermordet worden, und nutzen den Anlass zur Glorifizierung des Nationalsozialismus über einen ihrer prominentesten Vertreter.

Wir werden ein neonazistisches Heldengedenken an Rudolf Heß nicht hinnehmen. Das Berliner Bündnis verbindet ein klares Bekenntnis gegen fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische, nationalistische und menschenverachtende Ansichten in unserer Stadt.

Anlaufpunkte der Gegenproteste vom „Spandauer Bündnis gegen Rechts“:

  • 11 Uhr Demonstration Start am S-Bahnhof Spandau
  • 11 Uhr Kundgebung Wilhelmstraße 23 (Nähe Kaufland) mit Musik, Informationen, Mitmachaktionen und ab 13 Uhr Redebeiträgen

Weitere Informationen: www.spandauer-bündnis.de, www.berlin-gegen-nazis.de oder www.facebook.com/BuendnisBerlin 

Mitgliedsorganisationen Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Mitgliedsorganisationen Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin © Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

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