Deutscher Gewerkschaftsbund

Berlin-Brandenburg

Aufruf zum 1. Mai 2016

Die Mai-Zeitung 2016 ist raus! Ihr findet sie rechts neben dem Artikel als PDF.

Es ist Zeit für mehr Solidarität!

Für uns heißt das, Geflüchtete aufzunehmen und ihnen ein menschenwürdiges Leben hier zu ermöglichen.

Für uns heißt das, entschieden gegen Abschottung, Nationalismus und Rassismus einzutreten.

Für uns heißt das, Geflüchtete als Menschen und Kolleg_innen zu sehen, die dieselben Ansprüche, Wünsche und Lebensvorstellungen wie wir haben.

Für uns heißt das, die eigenen Realitäten und Identitäten stets aufs Neue kritisch zu hinterfragen. Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit von staatlichen Leistungen, Perspektivlosigkeit unter jungen Menschen und Kriminalität aus Not heraus sind nichts, was durch Geflüchtete nach Berlin importiert wurde. All das war schon lange vorher da.

Für uns heißt das, eine Antwort auf die Frage finden, wie man Geflüchteten Zugang zu Ausbildung und Arbeit ermöglicht, ohne sie in prekäre Beschäftigung oder Schmalspurausbildungen abzudrängen, aber ohne Konkurrenzverhältnisse am Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verschärfen. Lohndrückerei und eine Einschränkung der von Gewerkschaften hart erkämpften Arbeitnehmer_innen-Rechte lehnen wir entschieden ab!

Unsere Solidarität unterscheidet nicht nach Herkunft! Unsere Solidarität kennt keine Grenzen!

Es ist Zeit für gute Bildung! Es ist Zeit für gute Arbeit!

Es ist Zeit für gute Ausbildung in Berlin. Jahr für Jahr fehlen aufs Neue 1.000 Ausbildungsplätze, in puncto Ausbildungsbeteiligung der Betrieb ist Berlin das bundesweite Schlusslicht und die Qualität lässt auch oft zu wünschen übrig, wie unser Ausbildungsreport jedes Jahr nachweist. Wenn Berlin eine „Stadt der Arbeit“ sein soll, ist gute Ausbildung dafür eine wichtige Voraussetzung

Es ist Zeit für gute Arbeit in Berlin. Denn Berlin ist Hauptstadt der prekären Beschäftigung. Auch wenn die Berliner Wirtschaft seit Jahren überdurchschnittlich wächst, profitieren längst nicht alle Berliner_innen davon. Vier von zehn Kolleg_innen arbeiten auf unsicheren, prekären Arbeitsplätzen; quer durch alle Branchen und Wirtschaftsbereiche und leider auch bei öffentlichen Arbeitgebern.

Die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen ist unsere ureigene Aufgabe als Gewerkschafter_innen. Aber ohne Entscheidungen der Politik wird es trotzdem nicht gehen. Und da haben wir es auch selbst in der Hand. Denn Berlin wählt 2016.

Was wir wollen, ist klar: Gute Bildung! Gute Arbeit! Gutes Leben! Dazu gibt es keine Alternative!

Es ist Zeit, auf die Straße zu gehen!

1. Mai, Gemeinsamer Jugendblock, Berlin - Hackescher Markt, 10.00 Uhr

(hier das Facebook-Event dazu)