Deutscher Gewerkschaftsbund

Berlin-Brandenburg

Deutsch-polnischer Jugendaustausch - Ein Erfahrungsbericht

foto deutsch-polnischer jugendaustausch

© Tarek Orthmann

Letzte Woche fand der erste deutsch-polnische Jugendaustausch der DGB-Jugend Berlin-Brandenburg statt. Unter der Leitung von Tomasz Gorski und Katharina Gloe trafen sich fast 20 junge Gerwerkschafter_innen aus Deutschland und Polen zum Erfahrungsaustausch. Wichtiger Aspekt dabei war das Vermitteln von den unterschiedlichen Gewerkschaftssystemen.
Nach einer Vorstellungsrunde, sowie dem erklären der deutschen Perspektive auf Gewerkschaften, traf sich die Gruppe mit den Personalrät_innen der Europa-Universität der Viadria in Frankfurt (Oder). Zum Tagesabschluss führt Tomasz Gorski die Teilnehmenden durch Frankfurt (Oder).
Am Dienstag trafen sich die Teilnehmenden mit Ralf Franke, Gewerkschaftssekretär der ver.di Cottbus. In seinem Vortrag und der darauffolgenden Diskussion ging es um die Arbeit in der Pflege in Brandenburg.
Zum Nachmittag verlegte sich die Veranstaltung ins Lindner Congress Hotel in Cottbus, um mit Kollegen von der NGG Cottbus, sowie einen ehemaligen Betriebsrat und Mitglied der Tarifkommission über die Arbeitssituation in der Gastronomie und dem Hotelgewerbe zu debattieren und Erfahrungen auszutauschen.
Am dritten Tag ging es dann nach Sachsen in den Tagebau Nochten zu Besuch bei der LEAG, wo uns der Braunkohle-Tagebau gezeigt wurde und mögliche Konsequenzen durch den Kohleausstieg offenbart wurden.
Nach dem Mittag verschlug es die Gruppe dann nach Zielona Góra in Polen. Dort erklärte uns Monika Bocian von der OPZZ das polnische Gewerkschaftssystem und die Bedeutung der Braunkohle für die polnische Wirtschaft. Der Abend fand seinen Ausklang darin, dass uns Teilnehmende ihre Heimat Zielona Góra zeigten.
Der Donnerstag brachte die Gruppe nach Zbąszynek zu IKEA-INDUSTRY. Dort gab es einen Rundgang durch die Fabrik und das Lager, sowie einen Vortrag über die Herstellungsprozesse. Darüber hinaus referierte ein Mitglied der Gewerkschaftsvertretung über die Umstände für die Beschäftigten.
Den Abschluss des inhaltlichen Inputs fand der Austausch am Nachmittag bei der Polnischen Staatsbahn. Dort ging es vor allem um den Pendelverkehr in der Grenzregion, sowie die infrastrukturelle Entwicklung.
Bei einem gemeinsamen Feedback, kam der Wunsch auf diesen Austausch in den nächsten Jahren zu wiederholen, um weiterhin voneinander zu lernen und sich zu vernetzen.
Ein besonderer Dank gilt bei diesem Austausch vor allem dem Deutsch-polnischen Jugendwerk (DPJW), sowie dem Kleinprojektefond Europaregion „Pro Europa Viadrina“. Darüber hinaus natürlich den Organisator_innen, den Teamenden, sowie den Teilnehmenden und Referent_innen.

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