Deutscher Gewerkschaftsbund

Berlin-Brandenburg

DGB-Jugend fordert mehr Demokratie an Berlins Hochschulen und faire Arbeitsverträge für studentische Beschäftigte

Pressemitteilung

© Aris Harkat

 

„Leider wird die Erprobungsklausel zu oft von den Hochschulen genutzt, um demokratische Mitbestimmung zu erschweren und die Macht in den Präsidien der Hochschulen zu konzentrieren. Moderne Hochschulen brauchen mehr Mitbestimmung, nicht weniger“, sagt Carolin Hasenpusch, DGB Bezirksjugendsekretärin

 

Studentische Beschäftigte an Berliner Hochschulen sollten Arbeitsverträge für mindestens zwei Jahre bekommen. Das fordert die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg anlässlich der Beratung des neuen Hochschulgesetzes. „Die studentisch Beschäftigten brauchen Planungssicherheit – sie müssen schließlich wissen, dass sie ihre Miete zahlen können. Auch damit sie ihre Interessen in Personalräten vertreten können, sind längere Vertragslaufzeiten essenziell – mit Kurzzeitvertrag lässt sich kaum jemand in den Personalrat wählen“, sagt die DGB-Bezirksjugendsekretärin Carolin Hasenpusch. Auch für die schon stark belasteten Hochschulverwaltungen wären länger Verträge eine Entlastung.

 

Die Gewerkschaftsjugend fordert außerdem mehr Demokratie an Berlins Hochschulen. Gemeinsam mit dem „Netzwerk Demokratische Hochschule“ tritt die DGB-Jugend dafür ein, dass Studierende ein Viertel der Stimmenanteile in den demokratischen Hochschulgremien stellen. „Im neuen Berliner Hochschulgesetz muss endlich die Viertelparität aller Statusgruppen stehen – als die Gleichberechtigung von Professor_innen, wissenschaftlichen Beschäftigten, nichtwissenschaftlichem Personal und Studierenden“, sagt der DGB-Jugendreferent für Studierende, Fabian Schmidt.

 

Abgeschafft gehört nach Meinung der DGB-Jugend auch die sogenannte Erprobungsklausel, die es den Hochschulen erlaubt Gremien und Regelungen anders zu gestalten, als im Gesetz vorgesehen. „Leider wird die Erprobungsklausel zu oft von den Hochschulen genutzt, um demokratische Mitbestimmung zu erschweren und die Macht in den Präsidien der Hochschulen zu konzentrieren. Moderne Hochschulen brauchen mehr Mitbestimmung, nicht weniger“, sagt Carolin Hasenpusch.

 

„Im neuen Berliner Hochschulgesetz muss endlich die Viertelparität aller Statusgruppen stehen – als die Gleichberechtigung von Professor_innen, wissenschaftlichen Beschäftigten, nichtwissenschaftlichem Personal und Studierenden“ Fabian Schmidt, DGB-Jugendreferent für Studierende.

 

Das vollständige Positionspapier zum Berliner Hochschulgesetz ist auf der gemeinsamen Seite des „Netzwerks Demokratische Hochschule“ zu finden: www.unser-berlhg.org

Die Mitglieder des Netzwerks sind die GEW Berlin, ver.d Berlin-Brandenburg, DGB-Jugend Berlin-Brandenburg, die Landesastenkonferenz (LAK), Netzwerk n und das Nachhaltigkeitsbüro der HU Berlin.

WIR IM SOCIAL WEB